Im Juli fand im Jugendzentrum in Weiden ein besonderes Projekt statt: Ein Graffiti-Workshop mit dem Fokus auf soziale Ungerechtigkeit und Rassismus. Möglich gemacht wurde das Ganze durch die Förderung des Jugendforums im Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Gemeinsam mit der Pestalozzi-Mittelschule setzten sich Schüler*innen zunächst theoretisch mit den Themen auseinander – von der Geschichte und Bedeutung von Graffiti bis hin zur Frage, wie Kunst als Ausdruck von Identität und Haltung genutzt werden kann.

Angeleitet vom Künstler Valera Westfal konnten die Jugendlichen anschließend selbst zur Spraydose greifen. Schritt für Schritt lernten sie Techniken, probierten sich kreativ aus und gestalteten schließlich eine Außenwand des Jugendzentrums. Die Worte „Toleranz“ und „Vielfalt“ wurden dabei groß und farbenfroh in Szene gesetzt – ein starkes, sichtbares Zeichen mitten in Weiden. Unterstützt wurden die Jugendlichen während des Prozesses von Lehrerinnen und Sozialarbeiterinnen, die nicht nur beim praktischen Teil halfen, sondern auch den Raum für Gespräche und Reflexion öffneten.

Der Workshop hat gezeigt, dass Kunst weit mehr sein kann als ein schönes Bild: Sie macht Themen greifbar, schafft Begegnung und gibt Jugendlichen eine Stimme. Zurück bleibt nicht nur ein beeindruckendes Wandbild, sondern auch das Erlebnis, gemeinsam etwas Bleibendes geschaffen zu haben.