Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit

 

Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sowie Ideologien der Ungleichwertigkeit sind dauerhafte Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft.

Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, die Herausforderungen durch Islam- bzw. Muslimfeindlichkeit, Antiziganismus, Homophobie und Transphobie, gewaltorientierter Islamismus und Dschihadismus, linke Militanz und andere Bereiche zeigen die Vielzahl demokratie- und menschenfeindlicher Phänomene.

Um ihnen kraftvoll entgegenzutreten, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Staat und Zivilgesellschaft. Zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland setzen sich tagtäglich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander ein. Bei dieser wichtigen Arbeit unterstützt sie das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Es werden besonders Projekte gefördert, die sich in der Demokratieförderung und der Extremismusprävention engagieren. Das Programm setzt auf verschiedenen Ebenen an: Ziel ist es, Projekte sowohl mit kommunalen wie auch mit regionalen und überregionalen Schwerpunkten zu fördern. 

Nach Beendigung des Förderprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ (2011-2014) beteiligt sich die Stadt Weiden i.d.OPf. von 2015 bis 2019 am Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“.

Für fünf Jahre werden bundesweit 218 Städte und Landkreise in Deutschland im Programmbereich „Partnerschaften für Demokratie“ gefördert. Insgesamt stehen hierzu 30,5 Millionen Euro zur Verfügung, d.h. 55.000 Euro pro Kommune pro Jahr.

 

Welche Ziele verfolgt das Programm in Weiden?

Weiden fördert Vielfalt statt Einfalt

Förderung des interkulturellen/interreligiösen Zusammenlebens in der Kommune

Förderung der Anerkennung vielfältiger Lebensformen (Diversity-Ansatz)

Förderung von 3 Maßnahmen und Aktionen als Teil der Willkommenskultur

Förderung von mindestens 1 kooperativen interkulturellen/interreligiösen Projekt

Weiden fördert die Beteiligung der Jugendlichen

Entwicklung von Verfahren der demokratischen Beteiligung

Förderung der demokratischen und weltoffenen Bewusstseinsbildung

Aufbau eines Jugendforums

Unterstützung von 2 Beteiligungsprojekten an Kinder- und Jugendeinrichtungen bzw. Schulen

Weiden unterstützt das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger

Maßnahmen zur Demokratie-, Toleranz- und Menschenrechtsbildung

Vermittlung von Handlungs- und Strategiekompetenz

Schulungen für Multiplikator/innen aus Zivilgesellschaft und Verwaltung mit mindestens 10 TN

1 Projekt der demokratischen Bildung im öffentlichen Raum

 

Wer sind die Zielgruppen des Programms?

Das Programm richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (bis 27 Jahre), Eltern und andere Erziehungsberechtigte, Erzieher und Erziehrinnen, Lehrer und Lehrerinnen, pädagogische Fachkräfte, Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, sowie lokaleinflussreiche staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure.

Wer kann sich beteiligen?

Als Träger eines Einzelprojektes können nichtstaatliche und gemeinnützige Organisationen einen Antrag bei ARBEIT UND Leben BAYERN GmbH (Koordinierungs- und Fachstelle) einreichen.

Wozu gibt es den Begleitausschuss?

Der Begleitausschuss prüft die eingereichten Projektbewerbungen und bewilligt diese, wenn den Vergabekriterien des Förderprogramms und den Richtlinien der Partnerschaft für Demokratie entsprochen wird. Das Gremium setzt sich zusammen Vertreter und Vertreterinnen von Vereinen, Verbänden, Kirchen und öffentliche Institutionen. 

Wie ist die Jugend beteiligt?

Zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen wird ab 2016 ein Jugendforum eingerichtet, das von den teilnehmenden Jugendlichen selbst organisiert und geleitet wird. Das Forum entscheidet ebenfalls anhand der Richtlinien über die eingereichten Projektanträge von Jugendlichen für Jugendliche.

Wozu gibt es die Demokratiekonferenz?

Zweimal im Jahr findet eine Demokratiekonferenz statt, jeweils im Frühjahr und im Herbst. Während im Frühjahr eher der themen- und fachbezogene Austausch im Vordergrund steht, geht es im Herbst darum, den Stand der Umsetzung, die Ziele und die Ausrichtung der Partnerschaft für Demokratie zu reflektieren.