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Erinnern und Mahnen- eine Fortbildung in der Behindertenarbeit

Das heikle Thema "Euthanasie" wurde mutig in der Fortbildungsveranstaltung "Erinnern und Mahnen" am 16. Oktober 2012 im Pfarrheim St. Josef in Angriff genommen. Die Diplom-Sozialpädagogen Brigitta Schultz und Markus Reber von der HPZ-Regenbogen-Werkstatt hatten als Referentin die Fachpädagogin Katharina Werner von den "Barmherzigen Brüdern" Straubing gewinnen können, die durch das Tagesprogramm mt Vortrag, Workshops und Diskussionen führte.

15 TeilnehmerInnen, Gruppenleiter aus der Behindertenarbeit im Raum Weiden, Amberg, Neustadt an der Waldnaab stellten sich den Herausforderungen zur didaktischen Vorgehensweise, zur Sensibilisierung für das Thema und der Information der Öffentlichkeit. Sie werden sich mit Behinderten gemeinsam mit der Ermordung behinderter Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Die schreckliche Erkenntnis für Behinderte "hätte ich damals gelebt, dann hätte das ich sein können, den man als "lebensunwertes Leben" selektiert und in Schloss Hartheim bei Linz ums Leben gebracht hätte" muss sehr sensibel begleitet werden.

Der Sinn dieses Bildungsangebots, dessen Botschaft lautet "Jeder Mensch ist einzigartig" liegt in der der Stärkung der Gesellschaft aktiv gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt zu handeln und ein Bewusstsein für die Problematik aktueller Themen zu entwickeln. 

Als sichtbares Ergebnis wurde von den Werkstattsmitgliedern des HPZ eine Informationstafel zum Titel "Das Leben ist bunt" produziert, die am 26. Oktober 2012 im Rahmen des 16. "Kunstgenusses bis Mitternacht" zu sehen ist.