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Gemeinsame Wurzeln der drei Buchreligionen

Nicht das Trennende, sondern das Vereinende wurde beim mehrteiligen Projekt "Abraham - Ibrahim - Avraham - Vater der Völker" des Vereins Anadoluspor gesucht. Den Schlusspunkt setzte im November 2014 eine Veranstaltung in der früheren Augustinerkirche. Teilnehmer am Podium waren Hayrettin Akkaya (Vorsitzender SV Anadoluspor) Mustafa Köksal (Organisator des Projekts), Maher Khedr (Vorsitzender der deutschsprachigen muslimischen Gemeinde in Weiden), Imam Hüsein Cetin von der DITIP Moschee, sowie die Stadträte Norbert Freundorfer und Stephan Gollwitzer. 

 

Herr Khedr erläuterte in seinem Beitrag die muslimische Sicht auf die Person Abrahams, der in einer Reihe von großen Verkündern des Wortes Gottes seinen Platz gefunden habe.In seinem Grußwort verwies Norbert Freundorfer auf den Chor der Zivilisationen aus Antiochia (türkisch: Antakya Medeniyetler Korosu). Antiochia war die Stadt, wo das Wort "Christentum" (khristos) zum ersten Mal verwendet und die erste Kirche der Welt (die Höhlenkirche St. Petrus-Grotte) gegründet wurde. Über Jahrhunderte hinweg war diese Stadt geprägt vom friedlichen Miteinander der verschiedenen Kulturen und der drei monotheistischen Religionen: Judentum, Christentum und Islam.Somit sei Antakya ein Sinnbild für gegenseitigen Respekt und Empathie geworden, so Freundorfer. 

Mustafa Köksal wünscht sich ein friedliches Zusammenleben der Menschen in Weiden, egal, ob sie einer der großen Religionen angehörten oder Atheisten wären. 


von links nach rechts: Ali (Asylbewerber aus Aserbeidschan), Ali Jalcin (Schatzmeister SV Anadoluspor), Mustafa Köksal, Stephan Gollwitzer, Imam Hüsein Cetin, Maher Khedr, Hayrettin Akkaya und Norbert Freundorfer.