Projekte

Zeitzeugengespräche ehemaliger Häftlinge des KZ Flossenbürg Weiden
20.01. - 30.09.2012 
Förderverein der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg e.V.

Die Vermittlung von Geschichte "aus erster Hand" steht im Mittelpunkt. Berichtet wird über die Erfahrung von Verfolgung und Deportation aus verschiedenen Ländern Europas, das Erleben des Konzentrationslagers Flossenbürg und/oder eines dazu gehörenden Außenlagers, das Überlebt-Haben wie das Weiterleben mit diesen Erfahrungen. Nicht zu unterschätzen ist die intergenerationelle Dimension dieser Begegnung. Oftmals sind das die einzigen Personen, die selbst Erlebtes berichten, aus einer Zeitepoche, die für die heutige Schüler-Generation in einem historisch abgeschlossenen Zeitraum liegt.
a) 31.01.2012: Abendveranstaltung in der Regionalbibliothek Weiden mit Dr. Jack Terry, Sprecher der Überlebenden des KZ-Flossenbürg.
b) 17.07. - 20.07.2012: Ehemalige Häftlinge des KZ-Flossenbürg sprechen über ihr Schicksal in Zeitzeugengesprächen vor Weidener Schulklassen und begleiten Jugendliche durch die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.


 

Multiplikatorenprojekt "Pack ma´s" für eine Schule ohne Gewalt 
20.10. - 31.12.2012
Stadtjugendring Weiden KdöR

Der SJR macht sich stark für die Arbeit zur Aggressions- und Gewaltprävention. Durch die Zusammenarbeit mit Partnern in den kinder- und jugendrelevanten Einrichtungen der Stadt trägt er zur Qualität der zu leistenden Arbeit bei. Bei "Pack ma's" handelt es sich um ein Präventionskonzept, das Fachkräfte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen qualifiziert, sowohl vorbeugend die Grundlagen für einen friedlichen Umgang innerhalb der Einrichtung zu legen, als auch im Konfliktfall adäquat und professionell dagegen wirken zu können. Die Arbeit in einer Gruppe von maximal 26 Personen ermöglicht den Austausch zwischen den TeilnehmerInnen. Teil des Angebots ist ein Coaching, das es ermöglicht das Programm im Rahmen von Projekttagen an den eigenen Einrichtungen effektiv durchführen zu können. Das Seminar dient dazu ein Netzwerk zwischen den teilnehmenden Einrichtungen aufzubauen und sich nachhaltig der behandelten Thematik zuwenden zu können. 


 

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
20.01. - 31.08.2012
Stadtjugendring Weiden KdöR

Das Ziel des SJR Weiden ist die Kooperation mit den örtlichen Schulen, um das Label SOR-SMC (Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage) so oft wie möglich umzusetzen. Die Wirtschaftsschule bewirbt sich im Schuljahr 2011/2012 um dieses Label. Zusammen mit dem SJR als inhaltich kompetentem Projektpartner werden zusammen mit den SchülerInnen Projekte und Aktionen im Verlauf des Schuljahres angeboten. Beantragt wird konkret die Förderung eines Aussteigergeprächs, die Anschaffung und Schulung zum Umgang mit dem Dokumentenkoffer für eine interkulturelle Pädagogik zum Nationalsozialismus "GeschicheNteilen", ein Projekttag im T1 zum Thema Cybermobbing und das fächerübergreifende Projekt "Gustl-Lang-Schule isst bunt", das anhand der mittlerweile selbstverständlich gewordenen kulinarischen Vielfalt in Deutschland einen Blick auf die Migrationsgeschichte der Menschen wirft, die dieses Speisen mit ins Land brachten. Über das Interesse an verschiedenen Kulturen soll Toleranz gefördert und Diskriminierung vorgebeugt werden.


 

Aktionsfonds für Vielfalt, Freiheit und Toleranz
01.02. - 31.12.2012
Stadtjugendring Weiden KdöR

Der Aktionsfond wird in Zusammenarbeit mit den genannten Kooperationspartnern dazu beitragen, dass antragsberechtigte Einrichtungen der Stadt Weiden die Möglichkeit haben flexible, zeitnahe und themenorientierte Angebote umzusetzen, die geeignet sind, den Wissensstand zu erweitern, gesellschaftliche Verantwortung und Sensibilisierung zu stärken und Gewalt/Ausgrenzung abzubauen. Bedeutsam ist die Stärkung der Vernetzung von zivilgesellschaftlichen Institutionen.
Auf einer präventiven Ebene werden im Rahmen der Jugend- und Erwachsenenbildung Angebote umgesetzt, die geeignet sind, unterschiedliche Zielgruppen für die Themen Extremismus, Zivilgesellschaft, Zivilcourage und Demokratiestärkung zu aktivieren. Zentral ist dem Aktionsfond wichtig, dass die Förderung unbürokratisch und kurzfristig erfolgen kann. Der niedrigschwellige Zugang soll Projektträgern die Umsetzung kleinerer Projekte, wie etwa Vorträge, Lesungen, Theateraufführungen oder dem Thema entsprechende Fahrten und ähnliches ermöglichen.


 

Öffentlichkeitsarbeit zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplans Weiden 
01.03. - 31.12.2012
VHS Weiden gGmbH

Ziel des Projekts ist die Information und Sensibilisierung Öffentlichkeit für das Programm und seine Themen, sowie zur Vernetzung der Akteure durch:
- laufende Pressearbeit (inklusiv Pressegespräch)
- Homepage ausbauen und aktualisieren
- Erstellung eines Flyers/Plakats für den LAP Weiden
- Vorbereitung und Durchführung regelmäßiger Pressekonferenzen
- Begleitung der Einzelprojekte
- Durchführung öffentlicher Veranstaltungen und Workshops
Geplant ist eine Veranstaltung im Sommer zur Information der Multiplikatoren zum Umsetzungsstand sowie eine Veranstaltung im Herbst zur strategischen Ausrichtung der Förderschwerpunkte für das Jahr 2013.


 

Wanderbühne "Migranto" - Figurentheater für Kinder
05.03. -31.12.2012
VHS Weiden gGmbH

Das Handpuppentheater "Migranto" will mit zwei bis drei SpielerInnen und etwas zehn Puppen alltägilche Konfliktsituationen der Kinder aufgreifen. Mit Hilfe des Wanderers "Migranto" werden die Probleme nach den Regeln von Fairness, Demokratie und Inklusion gelöst. Der tolerante Umgang der Kindergartenkinder untereinander soll weiter verbessert werden. Durch ein frühes kulturelles Erlebnis sollen sie möglichst "geimpft" werden gegen rechtsextremistisches Gedankengut.
Durch einen vorausgehenden Puppenworkshop mit einer Kunstpädagogin sollen die Kinder das System Puppentheater kennenlernen und  an der Entwicklung der "Migranto" Geschichte selbst mitwirken. Da eine einzige Theateraufführung ihr Ziel vermutlich nicht erreichen kann, sollte das Puppentheater bei seiner Tournee durch die Weidener Kindergärten einmal alle 2 Jahre in den Einrichtungen gastieren - jeweils mit einer neuen Geschichte und einer wachsenden Figurenschar.


 

WEIDEN = Wir Erfinden Integration Durch Eigeninitiative Neu
13.02. - 01.11.2012
Verein der Freunde des Augustinusgymnasiums Weiden e.V. 

Das Projekt arbeitet mit Oberstufenschülern, die im Ablauf eines Jahres ein "Weißbuch" erstellen sollen, in dem Weidener Bürger mit Migrationshintergrund ihre Integrationswege am Beispiel einer kleinen bunten deutschen Stadt in Form von biografischen Kapiteln wiedergeben sollen. Ziele des Projekts sind auf beiden Seiten Hemmschwellen abzubauen und mit einer neuen Offenheit herkömmliche Ansichten zu hinterfragen zu lernen: auf der einen Seite steht die Institution des bayerischen Gymnasiums, auf der anderen Seite der noch anonyme Mensch mit Migrationshintergrund, bei dem man vielleicht schon sein Obst gekauft hat, für dessen Lebensgeschichte man sich bisher aber nicht interessiert hat. Übergeordnetes Ziel soll sein, die Jugendlichen für "den Anderen" zu sensibilisieren, ferner mit einer neuen Aufgeschlossenheit an einer Netzwerkfindung teilzuhaben, die den Menschen mit Migrationshintergrund bei aller Heterogenität als selbstverständliches Mitglied der Gesellschaft integriert.


 

Fachtag zum Thema Euthanasie behinderter Menschen 
01.09. - 31.12.2012
HPZ-Regenbogen-Werkstatt Weiden

- Vortrag zum Thema Euthanasie
- Workshops zur Vermittlung von Methoden und didaktischer Vorgehensweise
- Information zum Thema "minderwertiges Leben" in der Vergangenheit und Gegenwart
- Bearbeitung des Themas in den verschiedenen Einrichtungen der Behindertenhilfe gemeinsam mit den Menschen mit Behinderung
- Erstellung einer Informationstafel bei der Veranstaltung "Kunstgenuss bis Mitternacht" in der HPZ-Regenbogen-Werkstatt
- Information der Öffentlichkeit über das Thema
- Sensibilisierung der behinderten Menschen für die Folgen von Ausgrenzung und kritische Auseinandersetzung mit dem Gedankengut von Rechts


 

Bewerbung um den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"
01.02. - 31.12.2012
Förderverein des Elly-Heuss-Gymnasiums Weiden e.V.

Zur aktiven Förderung der Zivilcourage werden die Schülerinnen im Rahmen des bundesweiten Programms "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" versuchen, eben diesen Titel für das Elly-Heuss-Gymnasium zu erwerben: Dabei handelt es sich um ein Projekt von und für SchülerInnen, die gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorgehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leisten wollen. Eine Unterschriftensammlung und die Suche nach einem/r Paten/in sind wesentliche Bestandteile des Projekts, an das sich schließlich die Vorbereitung eines festlichen Akts zur Titelübergabe anschließt. Um den Titel auch behalten zu dürfen, müssen die Schülerinnen Ideen und Projekte zum Thema Diskriminierung und Rassismus entwickeln und regelmäßig umsetzen. Mit der Erstelllung von Unterrichtskonzeptionen für die Unterstufe schaffen die Schülerinnen Material, das immer wieder in den Unterstufen eingesetzt werden kann.


 

Arbeitskreis Flossenbürg - Schüler lehren Schüler
30.01. - 31.12.2012
Stadtjugendring KdöR

Jugendlichen soll die geschichtliche Bedeutung der "Gedenkstätte Flossenbürg", eines ehemaligen Konzentrationslagers bewusst gemacht werden. Sie lernen anhand der Aspekte "die SS als Wirtschaftsunternehmen" und "Befreiung" die menschenverachtende Ideologie des Nationalsozialismus kennen, und sind so künftig hoffentlich nicht anfällig für Propaganda von Rechts. Die Jugendlichen erarbeiten in wöchentlichen Treffen an der Hans-Scholl-Realschule Weiden das Material für die Gedenkstätte inhaltlich und pädagogisch angeleitet und filmerisch tätig (Mai, Juni, Juli 2012).Geplant ist weiterhin ein Besuch des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg (Mai 2012). Zum Thema "Befreiung" wird einmalig ein Vortrag eines Militärhistorikers der US-Army veranstaltet (April 2012). Die Jugendlichen werden die Inhalte (Geschichte des KZ Flossenbürg) im Anschluss an andere Weidener Jugendliche weitervermitteln (September 2012).


 

Mascha Kalèko - das andere Zeitzeugengespräch
15.02. - 30.04.2012
Stadtjugendring Weiden KdöR

Mascha Kalèko ist eine Zeugin Deutschlands der Weimarer Republik und der Nazizeit. Die Eindrücke ihrer Zeit und ihr ganz persönliches Erleben drückte sie in einer Vielzahl von Gedichten aus. Der SJR Weiden veranstaltet mit dem Augustinus Gymnasium Weiden zusammen die Lesung einiger dieser Gedichte und ermöglicht damit einen anderen künstlerischen Zugang zur Situation Deutschlands und der Menschen in dieser Zeit. Die Betrachtung von Geschichte über die Lyrik eines Zeugen der Zeit eröffnet für die HörerInnen neue Perspektiven und ist ein Angebot der einmal anderen Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte. Die beiden Lesungen (eine schulintern, die andere öffentlich) stellen ein ganz anderes Zeitzeugengespräch dar, das durch die Diskussion über das ganz subjektiv Verstandene der Lesung, eine Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte fordert.


 

"Hier stinkts`s" - Mobiles Theaterstück gegen Mobbing
01.02. - 31.12.2012
Arbeit und Leben Bayern gGmbH

Ziele des Projekts sind, den Jugendlichen über den Besuch eines Theaterstücks in einer für sie leicht zugänglichen Art und Weise das Thema "Mobbing" näherzubringen. Sie sollen für Erscheinungen von Mobbing in ihrem Umfeld sensibilisiert werden und dafür, wie mit anderen Menschen, besonders mit Minderheiten, umgegangen wird. Der Wert der Grundrechte des Einzelnen, sowie deren Respektierung soll den Jugendlichen vermittelt werden. Es werden Ursachen für Gewalt- und Ausgrenzungszusammenhänge aufgezeigt und Lösungsansätze geboten.
Die Vermittlung dieser Inhalte geschieht durch ein Zweipersonenstück, in dem ein Mobbingopfer und eine Rädelsführerin einer Mobbinggruppe aus zwei Perspektiven den Mobbingprozess schildern, die Ursachen für verschiedene Verhaltensweisen werden aufgezeigt und am Ende ein versöhnlicher Ausgang präsentiert.
Vor beziehungsweise nach dem Besuch des Theaterstücks wird eine angemessene pädagogisch-didaktische Vor- bzw. Nachbereitung im Unterricht für verschiedene Altersgruppen angeboten, um den Verstehensprozess nachhaltig zu fördern und zu festigen.


 

Kinder- und Jugendsporttag Weiden
01.02. - 31.12.2012
Team Oberpfalz e. V. 

Ziele: Vermittlung des Sports als niedrigschwelliger Weg zum Zusammenführen unterschiedlichster Menschen, als Mittel zur Integration von Benachteiligten, unter anderem Behinderte, sozial Schwache, Migranten; Sport bietet die Möglichkeit gemeinsame positive Erfahrungen zu sammeln und gemeinsame Erfolge zu feiern über soziale, kulturelle oder auch religiöse Grenzziehungen hinweg; der Sporttag soll als Plattform für die Weiden vertretenen Religionsgemeinschaften dienen, sich außerhalb ihres üblichen Terrains vorzustellen. 
Inhalt: Im Rahmen eines groß angelegten Kinder- und Jugendsporttages soll den Teilnehmern die Gelegenheit gegeben werden, diverse Sportarten mehrerer Weidener Sportvereine kennen zu lernen. Aktionsstände und Praxis, insbesondere das Aufzeigen erschwinglicher Sportarten für sozial Schwache und Menschen mit Behinderung. Ebenso werden die vier großen in Weiden vertretenen Glaubensrichtungen in Anbindung an einen Aktionsstand vorgestellt.
An diesem Tag wird ein Wissensrätsel veranstaltet, wobei sich die Teilnehmer mir den Sportarten und Glaubensrichtungen auseinandersetzen müssen. nach einem Punktesystem wird ein Teilnehmershirt mit den Logos überreicht.


Toll, toller, tolerant
01.09.–31.12.2012
Förderverein der Albert-Schweitzer-Schule Weiden e. V.

Als Angebot für eine sinnvolle Nachmittagsbetreuung werden insgesamt 5 Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag für die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule angeboten, in denen sich die Kinder mit den Themen Toleranz, Respekt, Selbstreflexion etc. beschäftigen.
AG Toll, toller, toleranter: Umgang mit anderen Menschen
AG Sport: Miteinander zum Erfolg
AG Kunst: Gemeinsam Kunstwerke mit Künstlern entstehen lassen
AG Musik: Gemeinsam einen Rhythmus finden
AG Lesen: Selbständige Informationsgewinnung
Die Kinder lernen,
- ihr Verhalten in der Gemeinschaft zu reflektieren und gewinnbringend zu steuern,
- ihre Umgebung nicht nur wahrzunehmen sondern sie zu akzeptieren und sich für sie interessieren und einzusetzen,
- dass sie ein Teil einer Gesellschaft sind, dass zu dieser Gesellschaft alle Menschen in ihrer Umgebung gehören,
- dass dabei nicht nach Aussehen, Vorlieben oder Einstellung unterschieden werden darf.
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Interkulturell-antirassistische Multiplikatoren-Fortbildung
01.04.–31.12.2012
Arbeit und Leben Bayern gGmbH

Ziel des Projekts ist die Vorbereitung und Durchführung von interkulturell-antirassistischen Fortbildungen für Multiplikator/innen. Im Rahmen der Situationsanalyse wurde deutlich, dass viele Weidener Akteur/innen sich nicht ausreichend vorbereitet und geschult fühlen für ein Eingreifen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierungen und somit für das aktive Einstehen für Demokratie und Toleranz.
Durch eine Fortbildung sollen die Teilnehmenden sensibilisiert werden für das Erkennen und Aufdecken von Vorurteilen, Rassismen und Diskriminierungen, die häufig aus fehlendem Wissen und falschen Informationen resultieren. Neben der Auseinandersetzung mit Rassismus und Diskriminierung sollen sie über Migrationshintergründe und -verläufe sowie grundlegende rechtliche Bestimmungen des Zuwanderungsgesetzes aufgeklärt werden. Mit praktischen Übungen sollen Handlungsperspektiven entwickeln und erprobt werden, die sie als Multiplikator/innen an andere weitergeben können.
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In Weiden miteinander
16.04.–31.12.2012
Neue Zeiten e. V.

Das Projekt gliedert sich in zwei Leitziele: Demokratie- und Toleranzerziehung sowie die Schaffung und der Ausbau von Begegnungsmöglichkeiten zwischen Einheimischen und Zuwanderern. Es sollen thematische Veranstaltungen angeboten werden zu folgenden Themen:
• Gleichberechtigung von Männern und Frauen
• Glauben und Religion
• Unterschiedlichkeit aus Herkunft und Geschichte
• Behinderte Menschen als Teil der Gesellschaft
• Gegen Vergessen und Verdrängen – rechte Gedanken gestern und heute
• Unterschiedliche Lebensentwürfe – das heutige Familienbild in Deutschland
• Deutsche Kultur in den ehemaligen GUS-Staaten – das Russlandbild der Deutschen / das Deutschlandbild der Russen
• Gesellschaftliche Integration von russischsprachigen Zuwanderern -Gegenüberstellung der Gesellschaftsordnungen, Parteienlandschaft, Normen und Werte, Bildung und Schule.
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Vielfalt der Kulturen – Integration und Verständnis durch Wissen
01.05.–31.12.2012
Pro Libris e. V.

Die Regionalbibliothek Weiden soll der zentrale Infopoint für die Stadt Weiden zu dem Thema „Stärkung des Bewusstseins für gemeinsame Grundwerte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenwürde“ werden. Im Projektzeitraum wird gezielt ein Medienbestand aus Büchern, Unterrichtsmaterialien, Filmen usw. aufgebaut und gebündelt an einem zentralen – für alle frei zugänglichen - Ort in der Stadt, der Regionalbibliothek, zu Verfügung gestellt. JEDER interessierte Bürger Weidens hat so die Möglichkeit, sich zu informieren und zu bilden. Zur intensiven Vermittlung dieses Bestandes wird ein umfangreiches Verzeichnis angefertigt, das an Schulen, lokale Bildungsträger und viele weitere Organisationen (z.B. JUZ, Schülercafé, Amnesty International usw.), die sich mit der Thematik befassen, verteilt wird. Das Verzeichnis wird auch im Internet bereitgestellt. Für Schulen werden diese Medien auf Wunsch in thematisch sortierten Medienkisten kostenlos ausgeliehen, so dass in den Klassen gezielt damit gearbeitet werden kann.
Darüber hinaus werden im Projektzeitraum in der Regionalbibliothek verschiedene Veranstaltungen - auch in Zusammenarbeit mit Partnern - durchgeführt. Die Ausstellung "Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1945" (mit pädagogischem Begleitmaterial) ist bereits für 4 Wochen im Herbst optioniert. Schulen werden gezielt zum Besuch dieser Ausstellung eingeladen. Geplant ist auch eine Abendveranstaltung mit Jack Terry, einem ehemaligen Häftling des Konzentrationslagers.
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Musiktheater - Integration auf die Bühne
01.09.–31.12.2012
Förderverein der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland Ortsgruppe Weiden e. V.

Stärkung der interkulturellen Kompetenz bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Durch das Kennenlernen der Geschichte der Stadt Weiden und der Migrantengruppen in Weiden sowie deren Kultur sollen die Kinder ihre Mitbürger besser verstehen lernen. In Form eines Theaterstücks sollen sie das gemeinsame Leben in Weiden präsentieren. Die Kinder sollen durch die Kenntnis der eigenen Herkunft besser die Migrationsbewegungen anderer Völker verstehen und den BürgerInnen in einer für die Kinder geeigneten Form (Tanz, Musik, Theater) vortragen. Kinder und Jugendliche mit Migrationsintergrund - ob in Deutschland geborene oder mit Eltern eingereist - wurden schon mehrmals in ihrem Leben mit der Identitätsfrage konfrontiert. In ihrem Herkunftsland wurden sie und/oder ihre Eltern als Deutsche beschimpft. Sie haben sich als anders gesehen und in eine Schublade gesteckt gefühlt. In der Bundesrepublik wurden sie und die Eltern als "Russen" bezeichnet.
Die Kinder stehen vor einem Identitätsproblem. Wer sind wir, was machen wir hier, sind wir Russen und haben andere Migrantengruppen dieses Problem auch? Werden diese Fragen mit den Kindern geklärt, kann man für die Zukunft sichern, dass sie für rechtsextremistische Ideen nicht so anfällig werden und sie später als Multiplikatoren bei der Aufklärungsarbeit eingesetzt werden können. Das interkulturell orientierte Theaterstück fördert die Auseinandersetzung mit Toleranz und Verständnis für unterschiedliche Kulturen. Die Möglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen sind groß: ein Stück entwickeln, schreiben, organisieren, Musik machen, im handwerklich-kreativen Bereich (Bühnenbild, Requisiten, Kostüme ) oder im technisch-kreativen Bereich tätig sein (Ton, Licht, Musik, Bildprojektion).