100% Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus
Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ finden vom 14. – 27. März 2026 in Weiden die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.
Die Menschenwürde ist unantastbar – doch sie ist keine Selbstverständlichkeit. Unter dem diesjährigen Motto „100% Menschenwürde“ setzen wir in Weiden ein klares Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Rechtsextremismus. Innerhalb zahlreicher Veranstaltungen verschiedener Organisationen laden wir dazu ein, sich mit Formen der Diskriminierung auseinanderzusetzen.
Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, hinzusehen, zuzuhören und gemeinsam für eine offene Gesellschaft einzustehen, in der jeder Mensch ohne Angst leben kann.
Mehr Informationen zur Aktionswoche unter: https://stiftung-gegen-rassismus.de/
Programmübersicht (bitte beachten Sie Hinweise zur Anmeldung):
14.03.26 | 10-14 Uhr
16.03.26 | 19 Uhr
“Was gewinnt unsere Stadt durch Toleranz, was verliert Sie durch Rassismus?”
17.03.26 | 18 Uhr
Rechtsextremismus begegnen – Kommunale Strategien im Umgang mit Rechtsextremismusam Beispiel des Landkreises Sonneberg
18.03.26 | 19 Uhr
Wer sind die Jesiden? Religion, Identität und Überleben
21.03.26 | 14 Uhr
Interkulturelles Frühlingsfest (Nowruz)
27.03.26 | 19 Uhr
600 Jahre Präsenz – 600 Jahre Vorurteil: Antiziganismus in Geschichte und Gegenwart
Veranstaltungen:

14.03.26 | 10-14 Uhr
Eröffnungsveranstaltung
Format: Informationsstand
Ort: DENK.max Stadtlabor, Stadtmühlweg 2, 92637 Weiden
Veranstalter: Arbeit und Leben in Bayern
Eintritt: Kostenfrei
Beschreibung
Wir setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus. Verschiedene Initiativen, Vereine und Organisationen präsentieren ihre Arbeit an Infoständen und bieten kleine Mitmach-Aktionen an. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Austausch und die klare Botschaft:
Weiden ist vielfältig und steht für Respekt und Menschenwürde. Die Aktion lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, vorbeizukommen, ins Gespräch zu kommen und Haltung zu zeigen.
Kommen Sie vorbei – wir freuen uns auf Sie!
ⓒ KI-generiert
16.03.26 | 19 Uhr
“Was gewinnt unsere Stadt durch Toleranz, was verliert Sie durch Rassismus?”
Format: Vortrag mit anschließender Diskussion
Referent*in: Dr. Agnes Klupp
Ort: Cafe Mitte, Am Stockerhutpark 1, 92637 Weiden
Veranstalter: Die Initiative e.V.
Eintritt: Kostenfrei
Beschreibung
Individuelle und gesellschaftliche Formen der Diskriminierung finden sich keineswegs nur am rechten Rand der Gesellschaft. Sie beschädigen das Miteinander und reduzieren nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern auch der Menschen, die in rassistischen Denkmustern gefangen sind. Wie wir gute Auswege aus diesem Dilemma finden können, das wollen wir miteinander diskutieren.
Gewinn durch Toleranz: Lebendigkeit, Zusammenhalt, Vielfalt & Kreativität, Wirtschaftliche Stärke, Sicherheit und Vertrauen, Lebensqualität und vieles mehr ….
Verlust durch Rassismus: Menschen, Chancen, Sozialen Frieden, Glaubwürdigkeit, Menschlichkeit ….
ⓒ KI-generiert
17.03.26 | 18 Uhr
Rechtsextremismus begegnen – Kommunale Strategien im Umgang mit Rechtsextremismus am Beispiel des Landkreises Sonneberg
Format: Vortrag mit anschließender Dikussion
Ort: Vhs Weiden-Neustadt, Luitpoldstraße 24, 92637 Weiden
Veranstalter: Arbeit und Leben in Bayern
Eintritt: Kostenfrei
Beschreibung
Die Veranstaltung stellt eine Forschungsstudie vor, die kommunalpolitische Strategien im Umgang mit Rechtsextremismus und rechtsextremer Gewalt untersucht. Am Beispiel des thüringischen Landkreises Sonneberg beleuchtet die Studie eine besondere politische Situation: Seit 2023 steht dort der erste AfD-Landrat Deutschlands im Amt, zugleich ist ein Anstieg rechtsextremer Gewalttaten zu beobachten.
Auf Basis qualitativer Interviews mit Kommunalpolitiker:innen analysiert die Studie, welche Handlungsmöglichkeiten es auf lokaler Ebene gibt und wie diese wahrgenommen werden. Die Ergebnisse zeigen fehlende gemeinsame Strategien, unterschiedliche Problemverständnisse und eine starke Fokussierung auf die AfD, während andere rechtsextreme Strukturen oft unbeachtet bleiben.
Im Anschluss an den Vortrag diskutieren die Autor:innen mit dem Publikum die Ergebnisse und deren Anwendbarkeit auf die eigene Kommune.
Referenten: Filip Heinlein, Ulf Wunderlich (Co-Autoren der Studie)
Anmeldung: Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich unter:
post@weiden-ist-tolerant.de
Tel. 0961 634577 03
Hinweis
Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Der Veranstalter behält sich vor, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
ⓒ Dr. Kamal Sido
18.03.26 | 19 Uhr
Wer sind die Jesiden? Religion, Identität und Überleben
Format: Vortrag mir anschließender Diksussion
Ort: Vhs Weiden-Neustadt, Luitpoldstraße 24, 92637 Weiden
Veranstalter: VHS Weiden-Neustadt
Eintritt: Kostenfrei
Beschreibung
Die Jesiden sind eine ethnoreligiöse Minderheit – das bedeutet, dass sie sowohl eine eigenständige kulturelle wie religiöse Identität besitzen. Sie sind weder Muslime noch Christen, und ihre traditionellen Heimatgebiete liegen im Irak, den kurdischen Gebieten im Norden Syriens, und der Türkei – mit großen Diasporagemeinden in Armenien und Deutschland. Ihre Geschichte ist von Verfolgung und Widerstand geprägt.
Im August 2014 verübte der sogenannte „Islamische Staat“ einen Völkermord, bei dem tausende Menschen verschleppt und versklavt wurden. Die Vereinten Nationen erkennen diese Verbrechen als Genozid an.
Teilnehmer:innen dieser Veranstaltung lernen den Nahen Osten als kulturell und religiös vielfältige Region kennen. Gemeinsam beantworten wir die folgenden Fragen:
· Wer sind die Jesiden und woran glauben sie?
· Was ist ihre gesellschaftliche Stellung im Nahen Osten?
· Was ist ihre gesellschaftliche Stellung in Deutschland?
Referent:
Dr. Kamal Sido ist Menschenrechtsaktivist und Referent für ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten bei der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. in Göttingen. Er stammt aus Afrin in Syrien und lebt seit 1990 in Deutschland. Er promovierte am Orientalischen Institut der Akademie der Wissenschaften der UdSSR. Trotz der Lage in Syrien und dem Irak war er in jüngster Vergangenheit regelmäßig vor Ort.
Anmeldung unter www.vhs-weiden-neustadt.de

ⓒ KI-Generiert
21.03.26 | 14 Uhr
Interkulturelles Frühlingsfest (Nowruz)
Format: Öffentliches Fest
Ort: Die Sünde (ehemaliges Ring-Theater), Schillerstraße 5, 92637 Weiden
Veranstalter: Integrationslotse-Büro, Diakonie Oberpfalz Mitte-Nord
Eintritt: Kostenfrei
Beschreibung
Nowruz – Fest des Frühlings und der Gemeinschaft
Nowruz ist das persische Neujahrsfest und wird jedes Jahr zum Frühlingsbeginn am 21. März gefeiert. Seit mehr als 3.000 Jahren symbolisiert es Neubeginn, Hoffnung und das Erwachen der Natur. Heute wird dieses Fest in vielen Ländern der Welt begangen und verbindet Menschen unterschiedlicher Kulturen und Traditionen.
Nowruz ist ein buntes und lebendiges Fest, das für Vielfalt, Gemeinschaft und Solidarität steht. Familien und Freunde kommen zusammen, teilen traditionelle Speisen und feiern den Beginn eines neuen Jahres in einer Atmosphäre der Freude und des gegenseitigen Respekts.
Das Fest erinnert daran, wie wichtig Zusammenhalt, Frieden und ein wertschätzendes Miteinander in unserer Gesellschaft sind.

27.03.26 | 19 Uhr
600 Jahre Präsenz – 600 Jahre Vorurteil: Antiziganismus in Geschichte und Gegenwart
Format: Vortrag mit anschließender Dikussion
Ort: Vhs Weiden-Neustadt, Luitpoldstraße 24, 92637 Weiden
Veranstalter: VHS Weiden-Neustadt
Eintritt: Kostenfrei
Beschreibung
Sinti und Roma leben bereits seit mehr als 600 Jahren in Deutschland und Europa und haben sowohl die deutsche als auch die europäische Gesellschaft mitgeprägt. Trotz dieser langen Verwurzelung bestehen jedoch bis heute viele Vorurteile und große Unwissenheit gegenüber der Minderheit. Antiziganismus, eine Form von Rassismus, die auf stereotypen und negativen Vorstellungen über Sinti und Roma beruht, begegnet ihnen nach wie vor.
Während der Zeit des Nationalsozialismus waren Sinti und Roma systematischer Verfolgung ausgesetzt, und über 500.000 von ihnen wurden Opfer eines Völkermords.
Was ist Antiziganismus und wie wirkt er bis heute fort? Der Vortrag zeichnet die historische Entwicklung des Antiziganismus nach und macht wichtige Meilensteine der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma sichtbar. So wird der Zusammenhang zwischen historischen Erfahrungen und aktuellen Diskriminierungsformen deutlich.
Referent:
Hans Weiß, aufgewachsen in Niederbayern, ist im Bereich Kinderschutz bei einem Jugendamt in Bayern tätig und als Bildungsbotschafter gegen Antiziganismus aktiv. Er hat Soziale Arbeit studiert und ab ist Sommer 2026 im Masterstudiengang „Zukunftsdesign“ an der Hochschule Coburg.
Anmeldung unter www.vhs-weiden-neustadt.de
VERANSTALTER UND KOOPERATIONSPARTNER:
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind ein Gemeinschaftsprojekt des Bildungsträgers „Arbeit und Leben in Bayern“ (im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“), lokaler Bildungsträger sowie engagierter Freiwilliger. Gemeinsam arbeiten wir uns Aufklärung und eine stärkere Sensibilisierung zum Thema Rassismus ein.
Haben auch Sie eine Projektidee? Dann wenden Sie sich gerne jederzeit an „Weiden ist tolerant“. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen zu prüfen, wie wir Ihr Angebot in unser Programm integrieren können.
